Südafrikas Künste und Kunsthandwerk

Südafrikas Bewohner stellen eine beachtliche Auswahl Kunsthandwerk her, wobei sie auf den Gehwegen und Märkten der großen Städte bis zu tiefen ländlichen Enklaven in jeder erdenklichen Form des traditionellen Kunstwerks arbeiten - und nicht nur das.

Es gibt viele neue Arbeiten in traditionellen Medien, mit Künstlern, die ständig das Repertoire afrikanischen Handwerks erweitern. Dies erstreckt sich über hübsches Tafelgeschirr, Weihnachtsbaumdekorationen und prächtigen gestickten Tüchern bis hin zu einfachsten Gegenständen wie Schlüsselanhänger und Kerzenhalter.

Mit ihrem charakteristischen Einfallsreichtum haben Südafrikaner jedes nur mögliche Medium an einen Markt angepasst, der Einheimische wie auch Touristen füttert.

Zusätzlich zu den Standardmaterialien wie Perlen, Gras, Leder, Stoff und Lehm werden Stücke aus Telefonleitungen, Plastiktüten, Benzinkanistern und Flaschenverschlüssen hergestellt - sogar Nahrungskonservendosenetiketten werden verwendet, um leuchtend bunte Pappmacheschalen zu kreieren.

An vielen südafrikanische Straßenecken werden aus Draht hergestellte Objekte verkauft, von Weltkugeln über Autos und Motorräder - die sogar beweglich sind - zu Spaß-Handys und funktionierenden Radios.

Geschäfte, Märkte und gemeinschaftlicher Handel mit afrikanischem Handwerk gedeihen prächtig, sorgen für dringend benötigte Arbeitsplätze und Einkommen in Gemeinschaften wie der Fugitive's Drift in KwaZulu-Natal mit einer riesigen Auswahl an Korbwaren, oder die Nordkap Schmidtsdrift Community heimatvertriebener San Menschen, die Bilder malen, welche eine einfallsreiche und sehr farbige Erweiterung der uralten Felsenkunst darstellen.

Volkskunst, hohe Kunst

Südafrikanische Volkskunst dringt auch in die westliche "hohe Kunst" ein. Die Arbeiten der Töpferin Bonnie Ntshalintshali mit ihrem schier traumhaften Detail gehen weit über die Grenzen traditioneller afrikanischer Tonwaren hinaus - trotzdem können ihre Werke nach wie vor am Esstisch verwendet werden.

Der Bildhauer Phutuma Seoka ist ein weiterer Künstler, der eine traditionelle Form genommen hat und ihr seinen persönlichen Stempel aufgedrückt hat. In seinem Fall werden beim Schnitzen der Figuren die innewohnenden Windungen und Gabeln von Baumzweigen, die in der Venda Region verbreitet sind, genutzt um einen ganzen Schwung exzentrischer Charakteren zu erschaffen.

Einige südafrikanische Künstler der Volkskunst haben sich Ideen von ganz weit her geholt – wie der verstorbene Chickenman Mkize, welcher (jetzt sehr geschätzt) unechte Straßenverkehrszeichen aus billigem Material machte und sie mit exzentrischen Nachrichten schmückte.

Die Tatsache, dass Mkize Analphabet war und von anderen geschriebene Wörter abschrieb, ohne die Stellen zwischen den Wörtern zu beachten, erhöht den Zauber seiner Arbeiten. Eine erklärt "NODRUNK ENBUMS [KEINEBETRUNKEN ENENPENNER]"; eine anderer fragt sachdienlicherweise "BUTISI TART? [ABERIST ESKUNST?]"

Der Ndebele Tradition der Hausmalerei, Teil der weit verbreiteten afrikanischen Praxis, die Außenseiten der Häuser zu streichen oder zu dekorieren, spross erstaunlicherweise mit dem Aufkommen kommerzieller Farben hervor.

Es ebnete auch den Weg für Künstler wie Esther Mahlangu, die ihre Version der unverwechselbaren grellbunten geometrischen Ndebele Muster auf alles, von Autos bis Flugzeugen, anpasste.

Als erleuchtenden Kontrast, ebenso wie ein rein visuellen Fest, gibt es viele Ndebele Dörfer in den Limpopo und Mpumalanga Provinzen zu besichtigen - und der charakteristische Ndebele-Stil ist wunderbar auf Perlenarbeiten ausgeweitet worden.

Von traditionell bis kommerziell

Ein hohes Fertigungsniveau wird in die Herstellung der Arbeiten eingebracht, die lange Teil der afrikanischen Gesellschaft waren und jetzt neuen kommerziellen Absatz finden.

Südafrikanische Perlenarbeiten, einst ausschließlich königliche Stammesabzeichen, findet man heute mit einer riesigen Palette von Anwendungen, von Hüllen für alles mögliche, von Flaschen bis Streichholzschachteln - und die Kopie der roten Aids-Schleife in der Form kleiner Zulu Perlenarbeiten, bekannt als Zulu Liebesbriefe.

Korbwaren und Keramik sind natürlich vor langer Zeit in der traditionellen südafrikanischen Gesellschaft bis zur Vollkommenheit ausgereift, und die Auswüchse dieser Formen zieren heutzutage genausooft Galerie Plinthen wie sie ihren Platz in den Regalen der Vororte finden.

Es gibt mehrere wichtige Sammlungen von afrikanischer Kunst in Südafrika, wie die Standard Bank Sammlung in der Gertrude Posel Galerie an der Wits Universität in Johannesburg, oder die Durban Kunstgallerie, die Arbeiten von historischer und anthropologischer Bedeutung beherbergt.

Es kann ein paar andere Stellen in der Welt geben, wo Sie diese Vielfalt an afrikanischem Kunstgewerbe sehen können, ob es nun Masken sind, in einem der vielen Stile des Kontinents hergestellt, oder geschnitzte Stühle oder bestickte oder applizierte Stoffe.

Auf dem Rooftop Markt im Johannesburg´s Rosebank Einkaufszentrum und auf seinem afrikanischen Handwerksmark konkurrieren die Arbeiten aus dem ganzen Kontinent um die Käuferaufmerksamkeit. Viele Kaufleute und Organisationen verkaufen Kunsthandwerk online: Schauen Sie sich die Links auf der rechten Seite an.

SAinfo reporter, mit Material von South African Tourism

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An den Kunsthandwerkzentren und am Straßenrandbuden überall in Südafrika finden Sie phantastische Töpfe, Korbwaren, Perlenarbeiten, Stickereien und Skulpturen (Foto: South African Tourism)


Draht- und Perlenstücke, wie dieses Froschornament, findet man an vielen Straßenecken in Südafrika (Bild: Rootz Creationz)


Isiphethu Kunststickereien von Jane Msibi (Bild: Carnegie Art Gallery)

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