Südafrikas Textil- und Bekleidungsindustrie
Seit 1994 sind über 1 Milliarde US Dollar darauf verwendet worden, um die Textil-, Bekleidungs- und Schuhindustrie Südafrikas zu erweitern und zu modernisieren, um sie effizient und weltweit wettbewerbsfähig zu machen.
Die Nachfrage des südafrikanischen Marktes reflektiert zunehmend die Vervollkommnung bestehender Märkte, und die lokale Textil- und Bekleidungsindustrie ist dementsprechend gewachsen, um die gesamte Bandbreite an Leistungen von der Natur- oder Kunstfaserproduktion bis hin zu Filzen, Spinnen, Weben, Tuften, Stricken, Färben und Endfertigung anbieten zu können.
Mit der technischen Entwicklung hat die lokale Textilproduktion sich zu einer kapitalintensiven Industrie entwickelt, die in zunehmendem Maß synthetische Fasern produziert.
Erfolge
Auch wenn die Industrie relativ klein ist, kann sie sich doch einiger beeindruckender Ergebnisse auf dem Weltmarkt rühmen:
- Der lokale Garnproduzent Sans Fibres liefert 80% des weltweit in der Bekleidungsfertigung verbrauchten Garns.
- Der lokale Stofffabrikant Gelvenor Textiles liefert über 50% des weltweiten Bedarfs an Fallschirmgewebe.
- Der lokale Anzughersteller House of Monatic hat seinen millionsten Anzug auf den UK Markt gebracht.
Mehrere Faktoren machen die Vorhaben, in Südafrikas Textil-, Bekleidungs- und Schuh zu investieren, attraktiv.
Am wesentlichsten ist vielleicht der Umstand, dass Südafrika Handelsabkommen mit der EU und den USA hat, womit das Land in den Genuss eines 17,5 prozentigen Zollvorteils kommt. Im Falle der USA sind die Textilexporte um 62% gestiegen, seit der Africa Growth and Opportunity Act (Agoa) in Kraft getreten ist.
Dank dem SADC Freihandelsabkommen, das 2008 in Kraft tritt, wird Südafrika schon bald privilegierten Zugang zum Gebiet der Southern African Development Community (SADC) haben.
Verfügbarkeit von
Rohstoffen
Andere Wettbewerbsvorteile auf diesem Gebiet entstehen durch konkurrenzfähige Arbeitskosten und die sofortige Verfügbarkeit von Naturfasern.
Baumwolle
Südafrika produziert um die 40.000 Tonnen Baumwolle pro Jahr, die weit über dem üblichen Qualitätsstandard liegt, und liefert damit das Potenzial für die stärkere Exportorientierung der lokalen Baumwollversorgung. Außerdem besteht die Möglichkeit, Baumwollfasern und Garn aus den SADC Regionen zu importieren, um den Produktionsbedarf des Agoa zu ergänzen.
Leder
Südafrika hat die notwendigen Rohmaterialien, um Schuhe aller Art herzustellen und kann auch die gesamte Qualitätsskala abdecken. Rinderleder, Straußenleder, Nilkrokodil, Wildleder, Textilien, PVC und PU, synthetische Rohmaterialien können ohne Probleme direkt geliefert werden.
Pflanzenfasern
Südafrika baut erfolgreich Naturfasern an und verarbeitet sie, zum Beispiel Flachs und Hanf, um auf die
steigende Nachfrage der Automobil- und Luftfahrtindustrie nach umweltfreundlichen Zubehörteilen zu reagieren.
Wolle und Mohair
Südafrika ist der weltgrößte Mohairproduzent und der fünftgrößte Wollproduzent.
SouthAfrica.info reporter: beinhaltet Informationsmaterial des Wirtschaftsministeriums












