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2010 Weltmeisterschaft Südafrika
Südafrika richtet regelmäßig größere internationale Sportereignisse aus, und seit 1994 verwaltet es erfolgreich einige der Größten - einschließlich der 1995 Rugbyweltmeisterschaft, 2003 die Kricketweltmeisterschaft, die Weltmeisterschaft des Women's World Cup of Gold 2005 und 2006 und im Januar 2006, das Eröffnungsstraßenrennen der A1 GP im Motorsport.
Aber die Fußballweltmeisterschaft, das größte Sportereignis der Welt nach den Olympischen Spielen - und in Bezug auf Fernsehpublikum sogar größer als die Olympischen Spiele - spielt in einer eigenen Liga.
2010 wird Südafrika vier Wochen lang das Zentrum der Welt sein. Die Weltmeisterschaft 2002 in Korea und Japan war das am ausgiebigsten berichtete und gesehene Ereignis der Fernsehgeschichte. Deutschland in 2006 und Südafrika in 2010 verheißen ein noch größeres Publikum.
Die Augen von Milliarden von Fernsehzuschauern, geschätzte drei Millionen internationale Besucher und die Creme de la Creme der Sportmedien der Welt
werden auf die Südspitze von Afrika gerichtet sein.
Wir werden sie nicht enttäuschen.
Verbesserte Infrastruktur
Bei dem Wahl Südafrikas, um die Weltmeisterschaft zum ersten Mal nach Afrika zu bringen, hat die Fifa nicht nur das, was das Land jetzt schon alles bietet, erwogen - Weltklassentransport, Telekommunikation, Tourismus und Sportinfrastruktur sowie ein Volk, das für seine Gastfreundschaft und Leidenschaft für das schöne Spiel berühmt ist. Sie blickten voraus.
Im Jahr 2010 sind Fußballfans Nutznießer von einer Reihe von Infrastrukturprojekten im Multimilliarden-Rand-Bereich, die kürzlich von der Regierung angekündigt wurden.
Von nun bis 2010 wird Südafrika 5 Milliarden Rand in die Region investieren für de Bau und die Renovierung von 10 Weltmeisterschafts-Stadien; 5.2 Milliarden Rand, um die Flughäfen der Länder instand zu setzten und 3.5 Millionen Rand, um die Landstraßen und das Eisenbahnnetzwerk zu
verbessern.
Außerdem wird das Land daran arbeiten, termingerecht die Hochgeschwindigkeitsbahnlinie zwischen Johannesburg, Pretoria und Johannesburg International Airport fertigzustellen und in Betrieb zu nehmen.
Zehn Stadien
Fünf von Südafrikas Fußballstadien werden für 2010 im größere Maße renoviert: Soccer City und Ellis Park in Johannesburg, Lofturs Versfeld in Pretoria, das Royal Bafokeng Stadium in Mafikeng in der nördlich-westlichen Provinz und Vodacorn Park in Bloemfontein im Free State.
Neue Stadien werden bei Mbombela in Mpumalange und in Nelson Mandela Metro (Port Elizabeth umfassend) am Ostkap errichtet.
Das Peter Mokaba Stadium in Polokwane in Limpopo wird ebenso wie Kings Park Stadium in Durban und Kapstadts Green Point Stadium neu aufgebaut. Das Kings Park und Green Point Stadium bekommen komplett neue Multisporteinrichtungen, Green Point erhält dabei eine einziehbaren Kuppel, die Fans und Spieler vor dem
unberechenbaren Winterwetter des Kaps schützt.
Aufschwung für die Wirtschaft
Dem Beratungsunternehmen Grant Thornton zufolge, pumpt die Weltmeisterschaft um die 21.3 Milliarden Rand in Südafrikas Wirtschaft, erzeugt dabei geschätzte 12.7 Milliarden Rand an Direktausgaben und schafft geschätzte 159.000 Jobs.
Die Tourismusindustrie des Landes profitiert von den geschätzten drei Millionen Besuchern, die zum Wettkampf erwartet werden, während Bau- und Technikgesellschaften sich auf ihren Anteil der Milliarden für die Infrastruktur im Vorfeld des Ereignisses freuen.
Jedoch könnten die indirekten Nebenprodukte eines verbesserten Bildes im Ausland eine noch größere Auswirkung auf die Wirtschaft haben.
Standard Bank Wirtschaftswissenschaftler Goolam Ballim erklärte: "Es wird eine große direkte Finanzspritze für die Wirtschaft geben", nachdem die Fifa den Gastgeber von 2010 angekündigt hatte. "Aber es kann sein, dass die indirekte Wirkung
bedeutungsvoller ist für einen nachhaltigen ökonomischen Aufzug in anschließenden Jahren...sie hilft, die Wahrnehmung zu ändern, die eine ganze Reihe ausländischer Anlegern von Afrika und Südafrika haben."
In seiner Ansprache zur Lage der Nation 2006 sagte Präsident Thabo Mbeki, dass die Weltmeisterschaft einen riesigen Beitrag nicht nur zu Südafrikas Sozialwirtschaftswachstum, sondern auch zur Entwicklung des Kontinents als Ganzes machen wird.
"Für diesen unersetzlichen Nutzen schulden wir es der Fifa und dem Rest der Fußballwelt, uns richtig auf 2010 vorzubereiten," sagte Mbeki und forderte die Südafrikaner zur Zusammenarbeit auf, um sicherzustellen, dass das Land "die beste je-dagewesene Fußballweltmeisterschaft" ausrichtet.
SouthAfrica.info reporter
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