Südafrika: Voller lebendiger Möglichkeiten
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Südafrikas Automobilindustrie

Die Automobil-Produktion ist der zweitgrößte Industriezweig in Südafrikas Produktionsbereich, und sie ist eine der am schnellsten wachsenden. Seit 1994 hat sich die Exportrate verneunfacht und macht jetzt fast 7% des gesamten Landesexports aus.

Alles in allem ist die Automobilindustrie - Produktion, Vertrieb und Wartung von Autos und Zubehör zusammengenommen - der drittgrößte Bereich der Wirtschaft, nach Bergbau und Finanzdienstleistungen, wobei sie ungefähr 7% zum gesamten Bruttosozialprodukt beiträgt.

Alle großen Automobilhersteller sind in Südafrika vertreten, sowie auch acht der 10 weltgrößten Autoteilehersteller und drei der vier größten Reifenhersteller.

Wachstum, Investitionen
Südafrikas Automobilexport soll zwischen 2006 und 2008 stark zunehmen, nachdem bereits 2005 ein Rekordjahr für Südafrikas Automobilproduktion und –verkauf war.

Einheimische Neuwagenkäufe erreichten 2004 eine Rekordmarke von 22%, die 2005 durch einen neuen Rekord von 27% noch überboten wurde; dies macht das Land weltweit zu einem der erfolgreichsten Märkte der Automobilindustrie.

Zwischen 1999 und 2005 ist die Produktion von Autos und leichten Nutzfahrzeugen von 315.000 auf fast eine halbe Million angewachsen, während die Exporte sich von 60.000 auf 140.000 Stück mehr als verdoppelt haben.

Auch der Kapitalaufwand der Industrie – Investitionen in Produktionsanlagen, Export und stützende Infrastruktur – hat sich zwischen 2000 und 2005 mehr als verdoppelt von circa 1,5 Milliarden Rand auf 3,6 Milliarden Rand, wobei massive Steigerungen für 2006 bis 2008 vorhergesagt werden.

Ein Großteil davon waren Investitionen aus dem Ausland, wobei die Mutterfirmen der einheimischen Autohersteller hiesige Betriebe vergrößerten. Alle großen Hersteller des Landes haben in den letzten Jahren große Exportprogramme gestartet – wie in jüngster Zeit auch General Motors.

GM, Toyota, VW, Ford, Nissan...
Im April 2005 hat General Motors angekündigt, 100 Millionen US Dollar in seine Produktionsstätten in Südafrika zu investieren, nachdem er mit seinem südafrikanischen Unternehmenszweig einen Vertrag über 3 Millionen US Dollar für die Produktion einer neuen internationalen Version seines Hummer SUV - den H3 - für den Export in außeramerikanische Märkte abgeschlossen hatte.

GM erklärte, das eine Investition von 100 Millionen US Dollar in die Produktentwicklung und Produktion im General Motors South Africa Werk in Port Elisabeth am Ostkap vorgesehen ist, das momentan Fahrzeuge für Opel und Isuzu herstellt. Dies zusätzlich zu den 50 Millionen US Dollar, die GMSA in Verbesserung der Ausrüstung und der Anlagen investiert hat, und den 80 Millionen US Dollar, die 2004 in den neuen Isuzu KB investiert wurden.

Dann gab Toyota South Africa im Mai 2005 bekannt, dass eine gestiegene Exportnachfrage dazu geführt hat, dass die Firma ihr Corolla Exportprogramm nach Australien fortsetzt - und im Rahmen von Toyotas globalem IMZF (innovatives internationales Mehrzweckfahrzeug) Projekt auch ein neues Leichtnutzfahrzeug und Geländewagen nach Europa und Afrika exportieren wird.

Kurz nach Toyotas Bekanntmachung gab Volkswagen Südafrika bekannt, dass sie mit der Produktion von LKWs und Bussen anfangen, möglicherweise für den Export nach Afrika oder andere Länder der Welt.

2004 hat Volkswagen SA ein 25 Milliarden Rand Exportprogramm angekündigt, wodurch das Unternehmen bis 2009 monatlich circa 2300 Stück ihres neuen Golf 5 exportieren wird, hauptsächlich nach Japan und Australien, aber auch nach Neuseeland, Brunei, Singapur Sri Lanka, Hong Kong, Indonesien und Malaysia.

Weitere Ankündigungen der Autohersteller im Jahr 2004:

  • Ford gab bekannt, dass sie 1 Milliarde Rand in den Start eines regionalen Exportprogramms investieren wollen. Der Firma zufolge würde dies eine Verdopplung der Produktionskapazität im Pretoria Werk auf circa 80 000 Einheiten pro Jahr bedeuten.

  • DaimlerChrysler hat bestätigt, dass die neue Mercedes-Benz C-Klasse ab 2007 in SA produziert werden wird. Der Plan des Unternehmens beinhaltet eine Steigerung der Produktion im East London Werk auf bis zu 80 000 Produktionseinheiten, größtenteils zum Export bestimmt, fast die doppelte Menge der bisherigen Produktion.

  • Nissan gab bekannt, dass es ab August 2005 komplett ausgebaute Hardbody Transportfahrzeuge (Eintonner) nach Europa, Singapur, Australien und Neuseeland exportieren wird.

  • Tata Motors, Indiens zweitgrößter Automobilhersteller, hat um die 40 Millionen Rand in ein Werk für Busmontage in Johannesburg investiert.
Motor Industry Development Programme
Der Auslöser für diesen phänomenalen Zuwachs war das Motor Industry Development Programme (MIDP) der Regierung. 1995 in Kraft getreten, wird dieses Programm stufenweise bis 2012 auslaufen.

Das MIDP hat dem Export Auftrieb gegeben, indem es den Autoherstellern die Möglichkeit gab, gesamte Exportwerte in ihren hiesigen Gesamtwert mit einzubeziehen und dann den Gegenwert in Waren zollfrei zu importieren. Dies erlaubte Automobilherstellern sich auf die Produktion bestimmter Fahrzeuge oder Komponenten für den Export zu konzentrieren, während sie andere Modelle importierten.

Das MIDP räumt Automobilherstellern, die in neue Fertigungsanlagen und Ausrüstung investieren, einen Production-Asset Freibetrag ein, indem sie 20% ihrer Ausgaben im Zeitraum von 5 Jahren in Form von Einfuhrzöllen zurückerstattet bekommen.

Wettbewerbsvorteile
Südafrika liegt mit 0,7% Fahrzeugausstoßes weltweit auf Platz 19 im Bereich Fahrzeugproduktion.

Trotz ihrer eingeschränkten Größe und Produktionsmöglichkeiten bietet Südafrikas Fahrzeugindustrie etliche Wettbewerbsvorteile für internationale Konzerne. Das beinhaltet unschlagbare Kostenstabilität bei kurzen oder kleinen Durchläufen, wettbewerbsfähige Montagekosten und ein Höchstmaß an Flexibilität in der Produktion.

Die hiesige Industrie hat außerdem einen guten Zugang zu den Märkten der südlichen Hemisphäre und Afrikas und bietet Produktionsstätten für Rechtslenker.

Die Rechtslenkermodelle der Mercedes Benz C Klasse, 3er Serie BMWs, Toyota Corolla, Ford Motoren, VW Trucks und VW Golf/Jetta werden alle auf Südafrikas Boden gebaut. Ende 2006 kommt noch die Rechtslenkerversion des neuen H3 von General Motors dazu.

Die südafrikanische Industrie offeriert einiger einzigartiger Technologien, wie das Differenzialgetriebe für Offroadfahrzeuge, Aluminiumschweißtechnik für Kühler und der Fähigkeit, Bauteile wie Luftfilter und Klimaanlagen, die den höheren Temperaturen und dem Staub in Afrika gerecht werden, zu entwickeln.

Die erstklassigen Produktionsstätten des Landes sind mit dem Zugang zu Rohmaterialien und günstiger Elektrizität verbunden, außerdem gibt es eine stabile Infrastruktur für Transport und Telekommunikation.

Das Automotive Industry Development Centre und die Gerotec Prüfstelle in der Nähe Pretorias sind Weltklasseeinrichtungen im Bereich Forschung, Design, Tests und Training.

Neue Investitionsmöglichkeiten werden für die Industrie geschaffen, indem Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union und der South African Development Community abgeschlossen werden, genauso wie mit der US Regierung der African Growth and Opportunity Act.

Autozubehörfertigung
Es gibt mehr als 200 Hersteller von Fahrzeugzubehör in Südafrika, und noch einmal 150, die nicht ausschließlich diesen Industriezweig beliefern.

Preisdruck und der wachsende Trend für Zulieferer, global zu operieren, hat zu einigen Fusionen zwischen Zubehör und Originalbauteilherstellern geführt.. Diese Initiativen haben die gewünschten Resultate gezeigt, reflektiert in der steigenden Zahl der Exporte der im Land hergestellten Fahrzeuge und Komponenten.

Hauptexportartikel sind genähte Sitzbezüge aus Leder, Katalysatoren, Reifen, Auspuffe und Felgen sowie Ersatzteile. Die Wachstumsrate des Exports ist immens gestiegen - um 40% pro Jahr zwischen 1994 und 2004- und es wird erwartet, dass sie so hoch bleibt.

Neuste Investoren im Bereich Autozubehör:

  • Mario Levy (Italien) – Näherei für Ledersitze
  • Woco Group (Deutschland) – Akkustiksysteme für DaimlerChrysler
  • Leonie AG (Deutschland) - Innenausstattung
  • Almec Spa (Italien - Hochdruckaluminiumgussteile
  • AMD Group (USA) – Auspuff-Schwingungsdämpfer
  • Saffil Ltd (UK) - Einsätze für Katalysatoren

    SouthAfrica.info reporter: beinhaltet Informationsmaterial des Wirtschaftsministeriums

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  • BMW und andere führende Automobilmarken gedeihen in Südafrikas Sonne und erwerben weltweit Annerkennung für Qualität und den weltweiten Autoexport


    Rutsch rüber, Arnold Schwarzenegger! General Motors neuer H3 wird kleiner und leichter, aber immer noch ein Hummer, sein. Er wird außerdem- außer wenn man ihn in den USA kauft - in Südafrika hergestellt worden sein (Foto: Hummer)

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